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Nächstes Fachtreffen

Unser nächstes Fachtreffen findet am 04. April 2017 von 18.00 - 21.00 Uhr statt.

Kolleginnen und Kollegen sind dazu herzlich eingeladen. Wir bitten um Kontaktaufnahme über unser Kontaktformular oder telefonisch unter 0451/ 40 969 40.

Freezing
Hilfen gegen das Erfrieren

Viele Parkinson Betroffene leiden unter dem sogenannten Freezing-Phänomen.

Der Begriff kommt aus dem englischen und steht für „einfrieren“ und beschreibt ein kurzfristiges Erstarren inmitten einer Bewegung. Es gibt zwei Formen von Starthemmungen.

Bei fluktuierender Medikamentenwirkung treten die Hemmungen entweder in der „off“- oder „on“-Phase auf. Die Off-Frezzing-Erscheinungen kann man mit Optimierung der Medikation verbessern. Die On-Freezing-Erscheinungen, also das Einfrieren in einer gut beweglichen Phase, kann man mit verschiedenen Tricks und Hilfsmitteln überwinden. Auf gerader freier Strecke ist das Freezing eher selten. Es tritt vor allem auf, wenn sich der Raum verengt, z.B. beim Durchschreiten einer Tür oder wenn ein Raum eng möbliert ist. Des Weiteren kann das Freezing Phänomen auch auftreten, wenn sich der Untergrund ändert.

Kleine Tricks und Strategien, die helfen können wieder in Gang zu kommen:

  • Das Gewicht auf die Fersen verlagern, Konzentration auf eine ruhige entspannte Atmung lenken.
  • Sich vorstellen über einen Gegenstand zu gehen.
  • Sich Kommandos laut vorsprechen, teilweise hilft ein flüstern oder ein Befehl im Stillen zu denken. (z.B. „Auf!“, „ Los!“ oder „linker Fuß nach vorne“)
  • Ein paar Schritte seitwärts gehen.
  • Konzentration auf das Gehen lenken, „1,2,3“ bewusst mit einem Fuß losgehen.
  • Mit den Armen pendeln.
  • In die Hände klatschen.
  • Einen Walzerschritt "tanzen".
  • Mit dem Oberkörper leicht vor und zurück schwingen und auf den Oberschenkel klopfen.
  • Einen Punkt auf dem Boden fixieren, in dessen Richtung der erste Schritt geführt werden soll.
  • Über etwas hinweg zu steigen, z.B. über den Fuß des Begleiters.
  • Anti-Freezing-Stock: Über einen einfachen Mechanismus am Griff des Stockes wird eine Querleiste in Knöchelhöhe ausgeklappt, über die der Betroffene hinwegsteigen kann. Beim Loslassen des Mechanismus schwingt die Leiste wieder zurück und man kann den Anti-Frezzing-Stock wieder als normalen Gehstock benutzen.
  • Einen kleinen Stock an einem Band befestigen, bei Bedarf aus der Jackentasche holen und den Stock auswerfen um über das Hindernis zu steigen.
  • Laserpointer: Durch einen Knopfdruck erscheint ein optisches Signal. Der Lichtpunkt sollte vor dem Fuß geführt werden.
  • Rollator mit Orientierungsleine oder Laserstrahl: Eine bunte Leine wirkt als visueller Schrittmacher. Der Betroffene soll stets seinen Fuß unterhalb der Leine aufsetzen. Kommt es doch einmal zu stocken, könnte man auch einen Tennisball an die Leine befestigen, sich vorstellen ein Tor zu schießen und los geht´s.
  • Metronom: Ein Metronom mit Ohrstöpsel auf einen bestimmten Takt einstellen, der zur persönlichen Schrittlänge passt.
  • MP3-Player mit Marschmusik. Ein 2/4 oder 4/4 Takt hat sich hier bewährt.
  • Des Weiteren ist es sinnvoll, dass Sie ihre eigenen Räume zu Hause nicht zu voll stellen um Engpässe zu vermeiden.
  • Evtl. können Zebrastreifen am Boden zur Schrittinduktion als visuelle Unterstützung aufgeklebt werden.